Brainstormings kenne ich normalerweise aus Workshops. In Meetings nutzen wir sie selten bis nie.

 

Das habe ich auf die Frage, wo Brainstormings in Unternehmen genutzt werden, schon häufiger gehört. Dabei sind Brainstormings bei der Lösung komplexer oder ganz neuer Herausforderungen eigentlich unverzichtbar. In (oder besser noch vor) Meetings, in denen es um solche Probleme geht, können Brainstormings so etwas wie eine geheime Wunderwaffe sein.

Wer diese Waffe nicht einsetzt, verschenkt Potenzial. Meetings zu anspruchsvollen Themen führen ohne Brainstormings selten auf dem effizientesten Weg zu guten Ergebnissen.

Aber warum sind Brainstormings vor und in Meetings so wirksam und warum vertun Sie große Chancen, wenn sie diese Möglichkeit nicht nutzen?

 

Brainstormings bringen Struktur in die Suche nach Lösungen

Sie stehen vor einer komplexen Herausforderung. Sie haben zu deren Lösung eine Gruppe von Kollegen zusammengetrommelt. Nun führen Sie kurz in das Thema ein und diskutieren es dann gemeinsam mit den Anderen.

Wenn Sie so an die Sache herangehen, werden Sie in einer offenen Diskussion mit den richtigen Leuten wohl guten Input erhalten. Mit mehr Struktur gelingt Ihnen das bei besseren Ergebnissen aber deutlich schneller. Genau dort setzen Brainstormings an.

Warum sind Brainstormings den weniger strukturierten offenen Diskussionen häufig überlegen? Um das nachzuvollziehen, macht es Sinn, einen Blick auf den typischen Ablauf eines Brainstormings zu werfen.

Zu Beginn wird das Thema, um dass es geht, formuliert. Idealerweise geschieht das mit Fragen, weil sich damit das Thema für alle greifbar machen lässt. Dann können sich die Teilnehmer für eine festgelegte Zeit mit den Fragen beschäftigen und Antworten sammeln. Binnen kürzester Zeit kommen viele gute Lösungsansätze zusammen. Gleichzeitig reduziert sich das Risiko, dass wichtige Ansatzpunkte vergessen werden, auf das Minimum.

Das kennen Sie aus Workshops. Und wenn Sie reflektieren, wie einfach sich so die wesentlichen Punkte einer Herausforderung erfassen lassen, wird eines klar: Brainstormings sind bei vielen Problemen einer unstrukturierten Diskussion meilenweit überlegen.

 

Brainstormings halten die Meeting Teilnehmer engagiert und fokussiert

Unstrukturierte Diskussionen in Meetings können schnell langatmig werden. Das verführt die Teilnehmer dazu, sich mit anderen Themen zu beschäftigen. Wenn während des Meetings E-Mails gelesen oder Nebengespräche geführt werden, ist das aber für alle Beteiligten Zeitvergeudung und im Sinne des bestmöglichen Ergebnis nicht optimal.

Natürlich kann man versuchen, ein solches Verhalten mit Meeting-Regeln zu unterbinden oder die Teilnehmer an ihre Etikette zu erinnern. Wirksamer ist es, ein Meeting so zu organisieren, dass sich alle zu 100% auf das Meeting-Thema konzentrieren.

Dabei helfen Brainstormings, weil sie die Aktivität der Teilnehmer fördern. Es gibt eine Frage, mit der sich alle gemeinsam beschäftigen. Die Gruppe fühlt sich herausgefordert und jeder möchte gute Beiträge liefern. Zurücklehnen kommt bei Brainstormings nicht gut an und deswegen seltener vor.

Sie müssen nicht immer mit Haftnotizen oder Metaplanwand und Pappkarten arbeiten. Es gibt viele spannende Möglichkeiten, Brainstormings umzusetzen. Unabhängig von der konkreten Technik und den Materialien ist es besonders wichtig, dass sich alle an zentrale Brainstorming-Regeln halten und engagiert gemeinsam Ideen sammeln.

 

Ohne Brainstormings verschenken Sie Ideenpotenzial

Wer gute Ideen entwickeln möchte, muss viele Ideen sammeln. Das gelingt dann am besten, wenn alle zu Wort kommen. In Meetings in denen unstrukturiert über ein Thema diskutiert wird, funktioniert das häufig nicht. Die “Lautsprecher” entern dann das Meeting und versuchen ihre Ideen nach vorne zu bringen. So entspannt sich schnell eine Auseinandersetzung zwischen zwei oder drei besonders meinungsstarken Kollegen und alle anderen sind zum Schweigen “verurteilt”.

Wer sich aber an den bewährten Ablauf eines Brainstormings hält, stellt sicher, dass sich auch Kollegen, die ansonsten eher zurückhaltend sind, beteiligen können. So schöpfen Sie mehr Ideenpotenzial aus.

 

Brainstormings verhindern Diskussionen über suboptimale Lösungsansätze

Sie kennen das. Sie befassen sich in einem Meeting mit einem Problem und es sind auch schon erste Lösungsideen entwickelt worden. Über diese wird nun lang und breit gesprochen. Aber sind das wirklich schon die besten Ansatzpunkte? Oder lohnt es sich, noch einmal Zeit in die Suche nach alternativen Ideen zu investieren? Das finden Sie am besten heraus, indem Sie ein Brainstorming starten. Sie verhindern damit, dass unnötig Zeit mit der Diskussion weniger guter Lösungsansätze vergeudet wird. Bevor Sie tiefer einsteigen, bringen Sie erstmal alle Ideen “auf den Tisch”. So haben Sie alle Optionen im Blick.

 

Brainstormings fördern solide Entscheidungen und die Umsetzung der besten Ideen

Wenn Sie nach dem Brainstorming die Lösungsansätze gemeinsam mit den Teilnehmern des Meetings bewerten, bringt Sie das noch einen Schritt weiter. Sie haben dann nicht nur viele Ideen im Überblick, sondern auch gleich Anhaltspunkte dafür, welche davon am erfolgversprechendsten sind. Ein Brainstorming kann Ihnen nie eine Entscheidung abnehmen. Aber das Ergebnis eines Brainstormings kann Ihnen eine Entscheidung deutlich erleichtern.

Wer die Grundlage für Entscheidungen mit Hilfe von Brainstormings entwickelt, steigert die Chance auf eine hohe Entscheidungsqualität. Subjektivität, Manipulation und Politik werden ausgeschaltet. Die Basis für die Lösungsansätze wird belastbarer. Der Erfolg in der Umsetzung wird wahrscheinlicher.

 

Fazit

Um Lösungsansätze für komplexe Probleme zu finden, sollten deutlich häufiger Brainstormings genutzt werden. Brainstormings lassen sich schnell und einfach organisieren und sie führen zielsicher zu besseren Ergebnissen. Es lohnt sich daher insgesamt häufiger zu überlegen, bei welchen Themen Ihnen ein Brainstorming helfen könnte.

Welche Aufgaben liegen auf ihrem Schreibtisch? Zu welchen Fragen können Sie Input von Kollegen gebrauchen? Welche Herausforderung könnten Sie besser lösen, wenn Sie Personen beteiligen, die Ihnen mit ihrem Know-how weiterhelfen?

Wer sich diese Fragen stellt, findet regelmäßig Themen, bei denen es sinnvoll ist, den Input Anderer einzuholen. Wenn aber die dafür nötige „Brainstorming-Dichte“ wirklich realisiert werden soll, stoßen Offline-Meetings schon aus zeitlichen Gründen an ihre Grenzen. Zudem gibt es berechtigte Zweifel, ob Gruppen-Brainstormings wirklich die besten Ergebnisse bringen.

Deswegen macht es Sinn, Brainstormings nicht nur in Meetings durchzuführen, sondern sie bereits für die Vorbereitung zu nutzen. Brainstorming-Fragen können schneller online gestellt und beantwortet werden. Viele nutzen dafür noch E-Mail-Abfragen oder Excel-Listen. Um Online-Brainstormings einfach und komfortabel zu gestalten, haben wir die Cloud basierte Web-App meebility entwickelt.

Welcher Weg Ihnen auch immer am nächsten liegt: Probieren Sie es aus. Machen Sie mehr Brainstormings. Bewerten Sie selber, wie sehr sich die Lösung komplexer Herausforderungen damit beschleunigt und wie positiv sich die Qualität Ihrer Meeting-Ergebnisse entwickelt.

Matthias Schmitz

 

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